Ein Erlebnis für alle Sinne – die Olivenernte am Gardasee

Ein Erlebnis für alle Sinne – die Olivenernte am Gardasee

Das Olivenöl ist in der italienischen Küche ein fester Bestandteil und nicht wegzudenken. Ob Pasta, Fisch oder Fleisch – das italienische Olivenöl eignet sich zum Verfeinern von allen Gerichten. Der Gardasee ist dabei ein ganz besonderes Anbaugebiet für Oliven: Es ist nicht nur das Nördlichste von Italien, sondern sogar das Nördlichste von ganz Europa. Die Landschaft rund um den Gardasee ist von üppigen Olivenhainen geprägt, welche bei ausgiebigen Spaziergängen erkundet werden können. Um das Olivenöl, auch das „flüssige Gold“ genannt, zu etwas ganz Besonderem zu machen, stecken die Olivenbauern viel Liebe in Anbau, Ernte und Produktion.

Lange Tradition
Bereits seit der Antike gibt es am Gardasee den Olivenanbau. Das milde Klima und viele Sonnentage machen das Olivenöl von Italiens größtem See zu einer schmackhaften Delikatesse. Dabei hat das Öl vom Gardasee einen angenehm, frischen Geschmack ohne, dank geringem Säuregehalt, bitter zu sein. Olivenöle mit bestimmten Herstellungsmethoden sowie ausgewählten Olivensorten erhalten das Qualitätssiegel D.O.P., „Denominazione Origine Protetta“. In Geschäften ist dies dann als natives Olivenöl Extra Garda D.O.P. erhältlich. Auch aus gesundheitlichen Aspekten ist das Olivenöl sehr angesehen, unter anderem durch die natürlich vorkommenden Antioxidantien. Aufbewahrt wird das Olivenöl am Besten an einem trockenen Ort bei einer Temperatur von etwa 14 bis 20 °C.

Die Olivenernte: Harte Arbeit verbunden mit dem „Dolce Vita“
Die Ernte selbst findet im Herbst, vor allem im November, statt. Jetzt sammeln sich an den Bäumen Hunderte von reifen, violetten Früchten, die für die Verarbeitung bereit sind. Dabei bietet sich oft die Möglichkeit, den Olivenbauern bei der Ernte über die Schulter zu schauen oder selbst mit anzupacken. Zuerst werden die Oliven gepflückt und eingesammelt, dann werden sie von den mitgesammelten Blättern getrennt und anschließend in Säcke gefüllt. Um hartnäckige Exemplare vom Baum zu lösen, wird mit Holzstöcken vorsichtig gegen die Äste geschlagen. Die meisten Oliven landen danach in der Ölmühle, nur ein kleiner Teil wird eingelegt und einige Tage später, wenn der Bitterstoff aus den Früchten verschwunden ist, verzehrt. Die Ernte ist zwar mühsam und anstrengend, aber sie ist die Mühe wert: Neben einem hochwertigen Olivenöl werden die Erntehelfer mit leckerem Essen, einem guten Glas Wein und netten Menschen belohnt. Auch die zahlreichen Erntefeste rund um den Gardasee sind einen Besuch wert!

Olivenöl als leckere Delikatesse
Das Olivenöl vom Gardasee ist nicht nur schmackhaft, auch die Ernte ist ein wirklich außergewöhnliches Erlebnis. Wer noch mehr über die Geschichte und die Produktion des Olivenöls erfahren möchte, sollte in das erste Olivenölmuseum Italiens, dem „Museo dell’Olio di Oliva“ in Cisano, gehen. Im dazugehörigen Museumsshop bietet sich außerdem die Möglichkeit, verschiedene Olivenöle zu probieren und zu kaufen. Auch viele Olivenbauern bieten eine Verkostung sowie einen Direktverkauf an. Und ansonsten: einfach das leckere Olivenöl vom Gardasee genießen!

Folgen Sie uns