Das Schloss in Portese: eine Burgruine aus dem Hochmittelalter

Das Schloss in Portese: eine Burgruine aus dem Hochmittelalter

Die Hügellandschaft des Valtenesi am südwestlichen Ufer des Gardasees besticht durch Weinberge, sanft abfallende Hügel und zahlreiche Olivenhaine. Auch viele Schlösser und Burgen sind im Hochmittelalter im Valtenesi-Gebiet errichtet worden. Hier, in der Nähe des für Kinofreunde symbolhaften Ortes Saló, liegt San Felice del Benaco, eine etwa 3500 Einwohner zählende Gemeinde, die sich aus kleinen Dörfern zusammensetzt. Portese gehört mit dazu. Castello di Portese ist ein zwischen 1300 und 1400 errichtetes Schloss, das ebenso als Verteidigungsanlage und als Burg diente. Heute ist es eine sehenswerte Ruine.

Von der Badebucht Porto di Portese aus lohnt es sich, einen Abstecher zur Ruine zu machen. Vom Castello di Portese sind nur noch die Überreste eines Rundturms vorhanden. Um dorthin zu gelangen, gehen die Neugierigen erst durch einen etwas rosafarbenen Portal-Bogen, das Portale del Castello di Portese. Über dem Eintrittsbogen befindet sich folgende Inschrift aus dem Jahr 1924: Cuore Divino Di Gesu Benedite Questo Paese A Voi Consacrato. Die historische Bausubstanz der mittelalterlichen Ruine befindet sich eingebaut zwischen modernen Gebäuden links und rechts davon. Diese Gebäude sind weiterhin nutzbar.

​In der Renaissance war Portese Standort eines wichtigen Leihhauses, gegründet im Jahr 1542. Es ist recht wahrscheinlich, dass der Verwaltungssitz des Leihhauses in den Räumen des Schlosses war. Das Schloss beherbergte über lange Zeit hinweg ein Porträt der Philanthropin Diana Percaccini, die 1630 an der Pest starb. In den 1920er Jahren stahlen jedoch Unbekannte das Bild. Von 1973 bis 2009 war die städtische Bibliothek in dem links des Eingangs gelegenen Gebäude untergebracht.

In dem Gebäude, das rechts des Turms steht, funktioniert weiterhin ein Treffpunkt für Mitglieder des Alpenvereins von Portese und die Senioren des Orts.